Neuer Graben 22
49074 Osnabrück

Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr.: 09:30 bis 18:30
Samstag: 09:30 bis 16:00

 
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Am 01.10.1919 eröffnete der gelernte Klavierbauer Hermann Bössmann seine erste kleine Werkstatt in Melle-Bakum, wo er zunächst ganz alleine Klaviere baute.


Trotz der schwierigen Wirtschaftslage gelang es ihm in den Folgejahren, sein Unternehmen auszubauen. Er mietete größere Werkstatträume und eröffnete ein Ladengeschäft an der Hasestraße in Osnabrück.


Mit der Anmietung einer ehemaligen Möbelfabrik im Jahre 1930 wurde die Herstellung der Klaviere auf umfang-reicherer Basis möglich. Zur gleichen Zeit wurde das Ladengeschäft in die Wittekindstraße verlegt und das Angebot durch die Aufnahme anderer Fabrikate und zusätzlicher Musikinstrumente erweitert.


1937 kaufte Hermann Bössmann die Klavierfabrik Ritter auf, wodurch eine noch größere Produktion an Klavieren und Flügeln möglich wurde.


Trotz der Zerstörung der Fabrikationsräume und des Laden-geschäfts im zweiten Weltkrieg gab Hermann Bössmann nicht

auf und versuchte, den Geschäftsbetrieb mühsam aufrecht zu erhalten.


1948 trat sein Sohn Walter, ebenfalls gelernter Klavierbauer, als Teilhaber in die Firma ein und trieb den Wiederaufbau mit großem Ehrgeiz voran.


1951 mietete Walter Bössmann ein Ladengeschäft am Neumarkt an. Neben einer großen Auswahl an Musikinstrumenten wurden auch Noten in das Sortiment aufgenommen.


Nach dem Tod seines Vaters 1961 erwarb er ein Gebäude an der Meller Straße, in dem bis heute die Werkstatt untergebracht ist.


1965 kaufte Walter Bössmann ein Geschäftshaus am Neuen Graben 22 und zog mit dem Ladengeschäft in diese deutlich größeren Räumlichkeiten um. Somit konnte das Angebot an Musikinstrumenten, insbesondere im Klavierbereich, um einige wichtige Marken erweitert werden. Auch die Notenabteilung wuchs in den folgenden Jahren kontinuierlich und erlangte schnell überregionale Bedeutung.


Als das Ladengeschäft aufgrund bevorstehender Straßen-verbreiterungsmaßnahmen 1980 in ein Nachbargebäude umziehen musste, trat Walter Bössmanns Sohn, Werner Bössmann-Hermann, in die Firma ein. Er gab seine Lehrtätigkeit auf und unterstützte die Umzugs- und Baumaßnahmen in den Folgejahren tatkräftig. 1982 wurde das alte Geschäftshaus am Neuen Graben 22 abgerissen und entsprechend der neuen Straßenführung 1984 wieder aufgebaut.


Im neuen Gebäude stand nun eine noch größere Ladenfläche über drei Etagen zur Verfügung. Die bestehende Produktpalette wurde ausgeweitet, und erstmals wurden auch elektrische Gitarren und Studio-Equipment in das Sortiment aufgenommen. Durch die Einführung eines EDV-Systems in der Notenabteilung konnten der Verwaltungsaufwand reduziert und Kundenanfragen in noch kürzerer Zeit bearbeitet werden.


Als Walter Bössmann am 05.10.2002 verstarb, übernahm Werner Bössmann-Hermann die alleinige Geschäftsführung. Da auch er sich inzwischen im Ruhestandsalter befand und in der Familie kein Nachfolger zur Verfügung stand, war er dankbar, dass durch den Kontakt mit der Familie Stühlmeyer aus Melle die weitere Zukunft des Geschäfts gesichert werden konnte.


Am 01.10.2007 übernahmen

Josef Stühlmeyer,  Klavierbau-meister, und sein Sohn Christian Stühlmeyer, Klavierbauer und Betriebswirt, das Traditionsunter-nehmen. Beide führen seit vielen Jahren erfolgreich das Pianohaus Kemp in Bielefeld und legen auch im Musikhaus Bössmann weiterhin den Schwerpunkt auf die Klaviere.


So wurde zunächst die Klavier-abteilung renoviert und um einige wichtige Marken ergänzt. Die Anmietung zusätzlicher Räumlich-keiten im Haus brachte außerdem Platz für eine gesonderte E-Piano-Ausstellung mit einer großen Anzahl an Instrumenten.


Am 01.09.2008 trat auch die Tochter von Josef Stühlmeyer, Corinna Hochheim, als Geschäftsführerin in das Unternehmen ein. Als gelernte Bankkauffrau und Diplom-Wirtschaftsinformatikerin kümmert sie sich vorrangig um die Optimierung der betriebswirtschaftlichen Abläufe und die Einführung moderner EDV-Strukturen.


Das Musikhaus Bössmann bietet heute auf drei großzügig gestalteten Etagen ein umfangreiches Sortiment an ausgesuchten Instrumenten und eine der bestsortierten Notenabteilungen Norddeutschlands mit bis zu 40.000 Titeln an. Das alte Mobilar wurde weitgehend durch helle, moderne Möbel ersetzt. Stehtische und Sitzecken laden dazu ein, die Noten in Ruhe durchzublättern, und ermöglichen eine individuelle Beratung in ruhiger Atmosphäre.


Unser 10-köpfiges Team setzt sich zusammen aus Fachpersonal unterschiedlichen Alters mit verschiedenen Schwerpunkten und teilweise jahrzehntelanger Erfahrung. Somit können wir unseren Kunden ein breites Spektrum an Serviceleistungen rund um unsere Produkte bieten. Da wir uns als zentralen Ansprechpartner für sämtliche Belange der Musik verstehen, sind inzwischen auch Veranstaltungen in unserem Hause fester Bestandteil unseres Angebots geworden.


Es ist kein Zufall, dass viele große Institutionen im Umkreis, wie z.B. der Fachbereich der Universität Osnabrück, die Musik- und Kunstschule, die Fachhochschule Osnabrück sowie viele Schulen und andere Einrichtungen in der Region seit Jahrzehnten unsere Kunden sind.